Kurz mal zero waste: Manchmal hilft nett fragen tatsächlich!


Es ist Klausurphase, da sollte ich mehr am Schreibtisch schreiben als am Blog. Daher nur ganz kurz ein kleines Erfolgserlebnis:

Heute war wieder ein Markt-Einkaufs-Tag. Gemüse unverpackt – kein Problem. Diesmal an „Problem“-Artikeln dabei: Hartkäse, möglichst Bio, sowie Frühstücksspeck. Wäre es wohl möglich, dass wir die Sachen direkt ins Glas bekommen? Bei beiden Ständen kein Problem, solange das Glas nicht hinter die Theke kommt! Ein Hoch auf Münsters Wochenmarkt! 🙂


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit ebenso guten Erfolgserlebnissen! 😉

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Die heimische Schuhwerkstatt – Schuhe länger nutzen

Schuhe trägt und trägt und trägt man und irgendwann werden sie unansehnlich und werden entsorgt. So kannte ich das zumindest die letzten Jahre. Eigentlich wollte ich behaupten: so bin ich aufgewachsen! Doch dann meldeten sich längst vergessene und vergrabene Erinnerungen zurück: die Gänge zum Schuster mit meiner Mutter, wenn ihre Absätze sich langsam verabschiedeten. Das Schuhputzzeug meines Vaters unter der Spüle. Die Second-Hand-Kindermode-Läden aus den Zeiten, in denen ich aus vielen Dingen noch sehr schnell rausgewachsen bin. Irgendwann früher war das tatsächlich mal so – allerdings nicht nur zu Großmutters Zeiten, sondern auch meine Eltern sind lange Zeit noch so vorgegangen (heute leider auch kaum noch).

 
Nun besitze ich schon seit langer Zeit dieses eine Paar Schuhe – ich tippe auf fünf Jahre. Hellbraunes Leder, Ballerinaform, leichter Absatz. Diese Schuhe waren mit mir in meiner alten Uni, beim Shoppen, auf Feiern, sogar zwei Erasmus-Semester inklusive regelmäßiger Pub-Besuche haben sie überlebt. Aber eben nur das – überlebt. Das ursprüngliche Braun war längst von einem Grauschleier überdeckt, hinzu kamen dunkle Flecken von fremden Absätzen und irischem Wetter. Eigentlich dachte ich schon lange, dass ich mir endlich mal Ersatz besorgen sollte – zum ersatzlosen Wegwerfen mochte ich sie viel zu gerne. 

Die Erleuchtung! Oder: vielleicht kann man sie doch noch retten?

Als mein Freund dann in den letzten Tagen so mit seinen Lederpflegemittelchen seine neuen Schuhe bearbeitete, damit diese auch möglichst lange halten (manchmal ist er in dem Gebiet dann doch echt weiter als ich!), dachte ich mir – warum nicht mal eine Rettungsaktion starten? 

Ganz schön mitgenommen…

Ich dachte mir also: „nichts zu verlieren!“ und rubbelte das arme gebeutelte Leder so gut wie möglich sauber. Vorsichtiges Wischen hätte da nicht mehr geholfen. Tatsächlich ging doch einiges wieder ab, wenngleich der Schaden natürlich nur gemindert werden konnte. Ein guter Tipp, den wir übrigens mal in einem Schuhladen bekommen haben: oftmals lassen sich Flecken auf Lederschuhen mit einem weißen Radiergummi entfernen! Leider habe ich mich erst bei Schuh 2 daran erinnert, aber man lernt ja dazu. 😉
Nun ist es bei uns so, dass mein Freund bereits einiges an Schuhpflege besessen hat – verschiedenfarbige Schuhcremes und ein Lederpflegemittel. Mit einem Neukauf würde ich mich wohl schwerer tun: kennt ihr ökologische Schuhcremes oder gute alternative Hausmittel?

Wie auch immer – ich arbeitete mit dem, was ich hatte, denn wegwerfen kommt dabei natürlich nicht in Frage. Idealerweise halten diese Mittelchen uns ohnehin noch ein paar Jahre. Also beide Schuhe fleißig mit einer hellbraunen Schuhcreme bearbeitet, einen halben Tag trocknen lassen, abends mit der Lederpflege eingerieben und heute Morgen ein wenig den Glanz zurückpoliert.
Nein, wie neu aussehen tun sie nicht wieder – damit hatte ich auch gar nicht gerechnet. Allerdings sind meine Hübschen jetzt zumindest für eine Weile wieder tragbar und ich konnte ihre Lebenszeit ein wenig verlängern. 🙂
Der Absatz ist weiterhin ziemlich abgelaufen, da überlege ich noch, ob es sich lohnt, mal bei einem Schuster vorbeizuschauen.

Das Ergebnis: nicht wie neu, aber wieder tragbar!

Was ich von der ganzen Sache gelernt habe: mit neuen Schuhen möchte ich schon früher so pfleglich wie möglich umgehen, damit sie lange halten. Dass ich hochwertige und keine Billigschuhe kaufen möchte, ist sowieso klar. Und der rechtzeitige Gang zum Schuster dürfte so manchem Schuh zu einem weiteren Lebensjahr verhelfen.
Was habt ihr für Tipps zum Umgang mit Schuhen? Womit imprägniert ihr? Kennt jemand eingutes Hausmittel oder zumindest einen ökologischen Hersteller für Schuhpflegeprodukte?

Ein (ernüchternder) Blick in den Einkaufswagen…

In letzter Zeit haben wir uns recht erfolgreich daran versucht, verpackungsfrei auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Das klappte auch erstaunlich gut, nur leider gibt unser Studentenbudget dieses Vorgehen auf Dauer nicht her. So waren wir dieses Wochenende mal wieder in einem „herkömmlichen“ Supermarkt und haben unser Bestes gegeben.

Man muss dazu sagen: vor dem Markt-Experiment haben wir tatsächlich noch im Discounter eingekauft, uns regelmäßig geärgert, dass so viel Müll anfällt, dies aber in Anbetracht unseres schmalen Budgets hingenommen.  Das Einkommen ist nicht größer geworden und wir konsumieren momentan generell außer Lebensmitteln und Hygieneprodukten so gut wie nichts. Trotzdem ist das ausschließliche Einkaufen auf dem Markt leider nicht drin. 

Um wenigstens halbwegs die Möglichkeit zu haben, frische Produkte ohne Verpackung bekommen zu können, , haben wir uns für Rewe statt Discounter entschieden. So sah unser Einkauf aus:

Das Ergebnis überzeugt nicht so richtig… 

  • Viel vom Obst und Gemüse konnten wir unverpackt bekommen, Tomaten und Champignons haben wir in unsere eigenen Gemüsenetze gefüllt. Cherrytomaten und Staudensellerie gab es leider nur in Plastikhülle
  • Auch die Wursttheke konnte nicht überzeugen. Wir essen normalerweise ohnehin höchstens einmal die Woche Fleisch, doch für unser English Breakfast am Sonntag sollte es Bacon sowie in Anlehnung an Black Pudding Blutwurst geben. Wir hatten ein sauberes Weckglas dabei, aber „nee, dürfen wir nicht. Find ich auch blöd, aber dürfen wir nicht“.
  • Das Gleiche auch beim Käse – eingeschweißt und keine Bio-Alternative verfügbar.
  • Konserven und TK – tja, das English Breakfast schrie leider mach Baked Beans, ein Gericht fürs Wochenende nach Thunfisch. Neben Kokosmilch sind das aber auch die einzigen Dinge, die wir überhaupt noch in Konserven kaufen, also haben wir sie absichtlich so gelegt, dass sie mit dem Supermarkt-Einkauf zusammenfielen. Die TK-Möhren waren ein absoluter Rückfall in alte Muster. Wir hatten damit irgendwann angefangen, weil uns die Möhren aus dem 1kg-Sack gerne zur Hälfte verschimmelten und sie zugegebenermaßen eine große Arbeitserleichterung darstellten. Wir hätten aber natürlich auch bei Rewe einfach 2-3 einzelne kaufen können… Das eintige, was ich weiterhin gern TK laufe, sind Erbsen, denn mit Erbsenschotenpulen kann man mich jagen.  

Nach den tollen Markt-Erfahrungen der letzten Zeit ein ziemlich frustrierender Einkauf. Käse und Wurst weder verpackungsfrei noch bio, das stößt mir schon ganz schön auf. Eigentlich war ich mit guten Hoffnungen, dass man vieles einsparen kann, in den Laden reingegangen, aber irgendwie ging das alles nicht so ganz auf. Tatsächlich spiele ich noch mit dem Gedanken, Rewe mal diesbezüglich anzuschreiben in der Hoffnung, dass das noch viele andere tun und der stete Tropfen den Stein höhlt.
Umso mehr freue ich mich jetzt auf meinen nächsten Einkauf auf dem Markt.
Wie läuft das verpackungsfreie Einkaufen bei euch? Stellen sich die Menschen an den Wurst- und Käsetheken genauso quer?

Und wohin mit all dem Kram? – Teil 1: Verkaufsportale


Die Tasche hing schon ewig an der Garderobe und kommt nicht zum Einsatz? Raus! Dieser Teil des Bücherregals beherbergt nur Bücher, die seit zwei Jahren auf der Leseliste rumdümpeln? Weg damit! 

Setzt man sich mit einem minimalistisch(er)en Lebensstil auseinander, gibt es paradoxerweise in der besonders aktiven und motivierten Anfangsphase von einem ganz viel: Kram! Die Regale durchforsten, Dinge entdecken, die man aussortieren kann, die Schränke werden leerer und übersichtlicher – das erfüllt erstmal mit ganz viel Zufriedenheit. Und dann schaut man sich den Berg an ausgemisteten Dingen an und es kristallisiert sich die nächste große Frage heraus: 

„Äh, wohin eigentlich mit dem ganzen Kram?!“
– Ich nach dem großen Ausmisten

Das, was bei uns anfällt, würde ich in drei Kategorien unterteilen, welche jeweils ihre eigenen Entsorgungsoptionen haben:

  1. Medien wie Bücher und DVDs – Verkauf über Kleinanzeigen, Facebook, Verkaufsportale; offener Bücherschrank 
  2. Kleidung – Altkleidersammlung, Sozialkaufhäuser, Second Hand-Laden
  3. Sonstiger Kram – Deko, Küchenutensilien, Kosmetika und was sonst noch so anfällt – bei manchen lohnt sich der Verkauf, ansonsten: Give Box!

… und wie es so eine nummerierte Liste so mit sich bringt, möchte ich mich heute gerne mit Büchern, DVDs und Computerspielen beschäftigen – genauer gesagt mit den Verkaufsportalen momox und rebuy, über die wir diese Dinge hauptsächlich losgeworden sind. 

Wie funktioniert der Verkauf auf den Portalen?

Bei momox und rebuy tatsächlich relativ ähnlich. App runterladen, Account erstellen und schon kann man sich als Barcode-Scannen machen. Wo man bei der Desktop-Version ISBN-Nummern mühevoll einzeln eintippen muss, kann man mit dem Handy einfach abfotografieren. Das Geniale daran: Auswählen von Erscheinungsjahr, Auflage oder ähnlichem entfällt so, da über den Code sofort der richtige Artikel angezeigt wird. Es erscheint nun der Name des Artikels sowie der aktuelle Ankaufspreis im Display und man kann sich entscheiden, ob man das gute Stück in den Warenkorb legen oder doch lieber etwas anderes fotografieren möchte. Der Verkauf funktioniert ab einem Warenwert von 10 Euro, der Versand erfolgt dabei auf Kosten des Unternehmens. Einfach alles gut verpacken, das Paket zum Paketdienstleister bringen und ab die Post! Die Artikel werden anschließend auf ihren Zustand überprüft und wenn alles gut läuft, erhält man nach wenigen Tagen sein Geld. 



Was sind die Vorteile?

Das Verkaufen von solchen Medien ist so eine Sache: viele einzelne Titel, super aufwändig bei Kleinanzeigen o.ä. einzustellen, vor allem, da der Erlös oft gering ist. Deutlich einfacher machen es einem da die Apps der beiden Verkaufsportale. Das Einscannen geht verdammt schnell und ist unkompliziert und alles landet im Endeffekt in einem Paket. So wird man mit sehr wenig Aufwand viele Dinge auf einmal los. Zudem – eigentlich logisch – ist dieses Vorgehen natürlich besser, als die Dinge einfach zu entsorgen, da sie so wiederverwendet werden. Und hey – ein bisschen Taschengeld springt auch noch dabei raus!

Unsere (überschaubare) Kochbuchsammlung mit einem Mal losgeworden


Was sind die Nachteile?

Im Vergleich zum Einzelverkauf ist der Erlös für einzelne Artikel über ein solches Verkaufsportal nochmal deutlich geringer. Nicht selten bringt ein Buch oder eine DVD – selbst in völlig neuwertigem Zustand – gerade einmal 0,15 Euro. Hier macht es also wirklich die Menge oder der ein oder andere Artikel, der vielleicht mal ein wenig mehr wert ist (ein Jamie Oliver Kochbuch hat bei mir zum Beispiel den Wert meines Warenkorbs um fast 7 Euro erhöht). Zudem verkauft man natürlich nicht direkt an einen Endabnehmer, der das Buch oder die DVD dann auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nutzen wird. Wenn es schlecht läuft, liegt der Artikel vielleicht noch eine ganze Weile ungenutzt in einem Lager herum.
Vor allem bei Reihen und Serien lohnt es sich, es auch mal anderweitig zu versuchen: meine Harry Potter DVDs und sieben Staffeln Gilmore Girls bin ich für 40 Euro über lokale Facebook-Kleinanzeigen-Gruppen losgeworden, während die gleichen Artikel bei beiden Portalen insgesamt unter 10 Euro eingebracht hätten, soweit ich mich erinnere.

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Portalen?

Beide Portale funktionieren nach einem sehr ähnlichen Prinzip, doch gibt es meiner Meinung nach drei relevante Unterschiede:
Beide Portale kaufen manchmal unterschiedliche Dinge an. Es kam häufiger mal vor, dass ein Titel bei rebuy nicht angekauft werden konnte, dafür aber bei momox (und umgekehrt). Ich hatte das Gefühl, bei momox ist die Datenbank allgemein etwas größer.
Der gleiche Artikel kann deutlich unterschiedliche Preise erzielen. Während das obengenannte Kochbuch bei rebuy einen stattlichen Preis erzielen konnte, lag dieser bei momox nur bei knappen 2 Euro. Ein ziemlich großer Unterschied! Ich habe daher prinzipiell auf beiden Portalen gecheckt, wie viel ein Artikel einbringt, mit dem Ergebnis, dass es bei rebuy fast immer mehr Geld gab.
Die Portale nutzen unterschiedliche Versandhäuser. Für manche vielleicht ein nicht ganz unwichtiger Faktor: momox-Pakete kann man bei DHL abgeben, rebuy-Pakete hingegen nur in einem Hermes-Paketshop. Je nach dem, was für einen selbst näher liegt, könnte das natürlich den Ausschlag geben, welches Portal einem mehr zusagt.

Und das Fazit?

Ich habe mit beiden Portalen gute Erfahrungen gemacht. Es gab nie Probleme mit dem Zustand der Artikel oder der Zustellung. Die Überprüfung dauert momentan (Stand August/September 2016) bei beiden etwas länger – mit zwei, drei Wochen sollte man rechnen. Momox wirkt in der Abwicklung  etwas professioneller – es gab eine Mail über den Erhalt des Pakets, die mir bei rebuy um etwas gefehlt hat. Zudem gibt es bei momox häufig Gutscheine, die den Verkaufswert beispielsweise um 5 Euro anheben und so manchmal den Preisunterschied ausgleichen können. Zum schnellen Ausmisten einer großen Menge an Einzelteilen also eine tolle Sache, zumal dabei immerhin noch ein wenig Geld herausspringt.


Insgesamt sind wir jetzt um 36 Bücher, 15 DVDs, 6 CDs und 6 Spiele ärmer und haben damit knapp über 100 Euro eingenommen. Die restlichen Bücher sind guten Gewissens in den offenen Bücherschränken Münsters freigelassen worden.

Entrümpeln Teil 2 – Der geplatzte Traum einer Bibliothek

Es hat ja jeder so seine Vorstellungen, wie er später einmal leben will. Am Meer, in den Bergen, in einer Holzhütte, in einer chicen Villa… Ein Traum, den ich immer hatte, war so eine richtig altmodische kleine Bibliothek: ein Raum randvoll mit Büchern, mit Kamin und Ohrensessel, dunkler Holzvertäfelung, einem alten verschnörkelten Schreibtisch… Ja, eventuell ist meine Fantasie da sowieso ein wenig mit mir durchgegangen. Jedenfalls war diese Vorstellung einer der Hauptgründe dafür, warum ich meine Bücher gehegt und gepflegt und gesammelt habe. Bücherregale machen für mich einfach jeden Raum gemütlich und schön.

Dann war da aber noch ein ganz anderer Gedanke, der immer mal wieder an meinem Gewissen nagte: „sind Bücher nicht dazu da, gelesen zu werden? Wie viele der Bücher wirst du eigentlich nochmal lesen?“ Jedes Mal wurde dieser Gedanke dann ganz schnell wieder verworfen – Bücherregale sind viel zu schön! Vielleicht lesen meine Kinder die Bücher nochmal! Vielleicht erinnere ich mich in xy Jahren! 

Schluss mit dem Horten! 

So konnte das ja auch nicht weitergehen. Diesmal hatte mich der Drang nach Ausmisten und Minimalisieren so gepackt, dass ich mich endlich auch an meine Bücher wagte. Was genau den Ausschlag gab? Gute Frage. Ich habe den Eindruck, wenn man sich einfach oft und eingehend genug mit dem Thema Minimalismus beschäftigt, erreicht man irgendwann einen Wendepunkt (und später vielleicht einen weiteren, und noch einen…). Das Ganze ist einfach ein Prozess und ich glaube, hier ist vor kurzem ein ganz dicker Knoten geplatzt. 😉

Jetzt hieß es: Aussortieren!

Tja, wie geht man mit einem 8-Fach-Expeditregal voller Bücher nun um? Als viel sinnhafter als das unorganisierte „hm, ja, was könnte man denn wohl rauswerfen?“ erachte ich es, genau anders herum vorzugehen. Da liegt ein riesiger Haufen Bücher, was möchte ich davon eigentlich besitzen? Was werde ich noch lesen oder als Nachschlagewerk nutzen? Welche der noch ungelesenen Bücher werden wirklich einmal in die Hand genommen und welch verbucht man lieber unter noble Vorsätze? 

Harry darf bleiben!


Nachgezählt habe ich nicht, aber ich würde behaupten, mein Bücherregal hat vorher locker über 150 Bücher gefasst. Raus flog alles, was gelesen und für „okay“ befunden wurde und der Großteil der Bücher, die seit Jahren auf ihren ersten Einsatz warten. „Breakfast at Tiffany’s muss man doch mal gelesen haben!“? Leider konnte es mich einfach nicht fesseln und darf nun jemand anderen erfreuen – und ich muss nicht jedes Mal ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich das Buch sehe. So ging es mir mit vielen Bücher, doch dafür sind Bücher nicht da. Zurück ins Regal wanderten daher nur Bücher, die ich wirklich mag und irgendwann auch nochmal lesen möchte sowie eine kleine Auswahl an Büchern, die ich wirklich noch vorhabe zu lesen. Mein Freund hatte sowieso nicht viel an Büchern und hat nur wenige, die er noch lesen möchte, behalten. Bücherzahl heute: 53. 

Wohin mit den aussortierten Schätzchen? 

Ich habe meine Bücher immer sehr pfleglich behandelt, Buchrücken nicht geknickt und nicht mal in Studienbüchern Notizen gemacht. Vielleicht war das teilweise auch der Unternehmergeist, denn ich habe schon als kleines Kind gut erhaltene ausrangierte Sachen gern auf dem Flohmarkt zu Geld gemacht. 😉 

So war es mir jedenfalls irgendwie zu schade, rund 100 Bücher, die noch top in Schuss waren, einfach zu verschenken (schließlich bin ich auch Studentin und muss aufs Budget achten). Doch wie bringt man die guten Stücke an den Mann? Ich muss zugeben: auf Flohmärkten verkaufen ist mir zu anstrengend. Standgebühr zahlen, früh aufstehen und eventuell die Hälfte wieder mit nach Hause nehmen müssen, das wär nichts für mich. Außerdem wollte ich die Dinger einfach nur noch loswerden und endlich den Platz in unserer Wohnung zurückgewinnen. So bin ich recht schnell an Verkaufsportale wie momox geraten, die gebrauchte Bücher, CDs, DVDs und Spiele ankaufen. Zugegeben: viel Geld bringen die meisten Teile nicht, oftmals liegt der Preis bei nur 0,15€. Doch wenn man viel loszuwerden hat und sich auch mal ein Videospiel oder ein höher gehandeltes Buch dazwischen befindet, lohnt sich das ganze wieder. 

Eins von insgesamt fünf Paketen


Zu den zwei verschiedenen Verkaufs-Apps, die ich genutzt habe, werde ich in den nächsten Tagen noch einen detaillierteren Erfahrungsbericht schreiben, jedoch habe ich mit mehreren Paketen voller Bücher, DVDs und CDs vermutlich einen Gewinn von rund 90€ gemacht. 

Wohin mit dem Rest?

Einige Artikel kaufen auch die oben genannten Portale nicht an, wenn nicht genug Nachfrage besteht. Für diesen Fall hieß die Devise: verschenken, verschenken, verschenken! Mittlerweile gibt es in sehr vielen Städten offene Bücherschränke, die wie kostenlose Bibliotheken funktionieren. Wenn man etwas sieht, das man lesen will, darf man das Buch mitnehmen und kann es im Anschluss behalten, weiterverschenken oder zurückbringen. Auch darf man eigene, bereits gelesene Bücher dort hineinstellen, damit Büchern das Schicksal widerfährt, das ihnen gebührt: sie werden gelesen! In Münster kenne ich zwei dieser Bücherschränke, es mag noch weitere geben. In diesen beidwn Bücherschränken ist sicher ein Drittel meiner aussortierten Bücher gelandet. So finden sie neue Leser und es werden hoffentlich Ressourcen gespart, da so Dinge gemeinschaftlich genutzt werden.

Und in Zukunft?

Zugegeben, ich lese nicht mehr so viel wie früher. Neue Bücher kommen daher nur selten nach. Wenn es allerdings doch mal dazu kommt, überlege ich mir zweimal, ob ich das Buch wirklich haben möchte und wenn ja, ob es nicht auch das e-book tut. Das ist ressourcenschonender und nimmt keinen zusätzlichen Platz in unseren Regalen ein. In den Bücherschränken findet sich außerdem das ein oder andere Mal auch ein interessantes Exemplar, das man dann nach dem Lesen einfach wieder zurückbringen kann. Auch eine Bibliotheks-Mitgliedschaft möchte ich übrigens demnächst in Angriff nehmen – so viel zum Thema Traum von der Bibliothek. 😉

Anleitung: DIY Mülltüten aus Zeitungspapier


Lange Zeit haben wir für unseren Bio-Müll die angeblich abbaubaren Mülltüten aus grünem Plastik verwendet, darauf vertrauend, dass diese sich dafür eignen. Wenn man sich mit dem Thema Müll einmal genauer auseinandersetzt, stößt man sehr schnell auf eine ziemlich wichtige Information: die ach so grünen Bio-Mülltüten zersetzen sich in den Biomüllanlägen der Müllwerke nicht und müssen wie andere Fremdstoffe mühsam einzeln herausgefischt werden. Nicht gerade ökologisch!

Lebt man nicht in einem Mehrfamilienhaus, kann man sich überlegen, ob man die Abfälle nicht gleich ganz ohne Umhüllung in die Biotonne wirft. In unserem Haus bittet allerdings der Vermieter darum, die Bioabfälle in Papier zu wickeln. Hierfür eignen sich ganz super selbst gefaltete Biomülltüten aus Zeitungspapier, die wir zudem gerne einfach auf die Arbeitsfläche stellen, um dort den Abfall direkt zu sammeln. 

Man muss dazu sagen: wir haben keine Zeitung abonniert, doch bleiben hier regelmäßig die kostenlosen Zeitungen im Hausflur liegen und auch bei mir auf der Arbeit fällt jeden Abend eine Tageszeitung an. Selbst, wenn man selbst also kein Zeitungsleser ist, kann man sicher irgendwo in seinem Umfeld Zeitungen „retten“, die sonst einfach so im Altpapier landen würden.

Eine kleine Faltanleitung habe ich euch hier fotografiert. Ich habe eine ähnliche Anleitung vor einiger Zeit als Video gesehen, fand diese aber ein wenig nervig und habe deswegen eine eigene Bild-für-Bild-Anleitung gebastelt – vielleicht könnt auch ihr sie gebrauchen. Ich falte am liebsten gleich die ganze Zeitung weg, so dass wir ein paar Tüten auf Vorrat haben. Man kann sie gut ineinander stecken und flach irgendwo im Schrank lagern, bis sie zum Einsatz kommen.

Pro Tüte benötigt man je zwei bis drei Lagen Zeitung, je nachdem, wie dick die Tüte werden soll. Bei sehr feuchtem Abfall lieber etwas mehr, bei uns reicht meist die zweilagige Version. Das meiste erklärt sich von selbst, ein paar Hinweise habe ich zwischen den Bildern eingefügt. 🙂

Das gleiche auch auf der anderen Seite:

Wieder auseinander klappen – die entstandenen Faltlinien (hier gekonnt mit dem Finger angezeigt ;)) dienen als Orientierungshilfe für die nächste Faltung:

Tada! Eine formschöne, tatsächlich biologisch abbaubare Mülltüte, die mit ein bisschen Geschick und Druck auf den Boden sogar stehen kann: 

Falls ihr auch nach einer Mülltüten-Alternative gesucht habt, versucht euch doch mal dran – es geht super fix. Viel Spaß beim Nachbasteln! 🙂

Wo stehen wir eigentlich bei… Decluttering und Minimalismus?

Am besten funktionieren die Dinge doch, wenn man Fortschritte sieht. Und wie sieht man die am besten? Genau, durch regelmäßige Bestandsaufnahmen. Wir haben gerade mehrere Bereiche, in denen sich bei uns einiges tut (oder eben getan hat), und auch für etwaige Leser ist es vielleicht interessant, zu wissen, ob man sich an einem ähnlichen Punkt befindet und vielleicht noch voneinander lernen kann. Daher hier nun der Stand der Dinge zum Decluttering, zu gut deutsch: entrümpeln. 

In diesem Karton sammeln wir alles, was raus soll

Die Decluttering-Ausgangslage

Mein Freund und ich sind vor einem Jahr zusammengezogen. Beide aus einer anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen nach Münster. Groß geworden bin ich in einem sehr sehr ordentlichen Haushalt, in dem es trotzdem sehr sehr viel Kram gab – nur eben alles fein säuberlich in Schränken verstaut. Von Minimalismus kann da wirklich nicht die Rede sein: neue Dekogegenstände zu kaufen war quasi eines der liebsten Hobbys meiner Mutter und die meisten Gebrauchsgegenstände hatten wir in mehrfacher Ausführung. Mein Kinderzimmer passte übrigens nie so ganz in das ansonsten eher katalogmäßige Aussehen unseres Heims – Chaos pur. 😉 Dementsprechend hat sich da auch so einiges angesammelt, vor allem Bücher, Deko, Videospiele, Boxen voll von Erinnerungsstücken wir Briefen, Aufklebern, Postkarten, Briefchen aus der Schulzeit, hübschen Geschenkpapierfetzen, Werbegeschenken von besuchten Messen oder Conventions… Die Liste ist lang und die Zahl meiner Umzugskartons (die ich von meinem Elternhaus in drei verschiedene Wohnungen getragen und weiter befüllt habe, bevor ich nach Münster kam) dementsprechend hoch. 

Mein Freund war da eher der typische Mann: nicht viel Krimskrams, zusammengesammelte Haushaltsgegenstände, einige wenige Erinnerungsstücke und vor allem viel aus der Kategorie „könnte irgendwann mal nützlich sein“. So war unsere knapp 40qm messende Wohnung ziemlich schnell gut befüllt und ebenso schnell wurden wir zu Meistern im Verstauen auf kleinem Raum – hier ein Regal über der Tür, da eine weitere Kleiderstange, dort noch ein paar Schränkchen. Irgendwie passte tatsächlich alles rein!

Die Anfänge von Decluttering und Minimalismus

 Über den Weg gelaufen waren mir die Themen Decluttering und Minimalismus auch schon lange vor unserem Zusammenzug. An meinem Schreibtischregal in meiner alten WG hing sogar mal eine Decluttering-Liste, auf der ich abhaken wollte, wie viele Bereiche meines Zimmers ich schon durchgegangen war und verkleinert hatte. Leider bin ich über Kleiderschrank und mein zentrales Regal damals nicht hinaus gekommen. Trotzdem ging da schon einiges weg. Umso erstaunlicher, wie viel Kram jetzt noch auftaucht, wenn man bedenkt, dass ich schon damals mehrmals zum Altkleidercontainer gegangen bin und auch eine Kiste Bücher verkauft hatte…

Und in letzter Zeit?

Tja, ich würde mir jetzt schon wünschen, ich hätte eine Liste geführt, wie viel ich tatsächlich schon aus der Wohnung geschafft habe. Auf jeden Fall läuft es deutlich besser als noch vor zwei Jahren. Allerdings habe ich mich diesmal auch deutlich mehr damit auseinandergesetzt, was das Ausmisten für mich eigentlich heißt: mehr Raum, weniger Ballast, Ressourcenschonung. Wozu die Berge an „Erinnerungen“, wenn ich sie doch tatsächlich immer nur dann anschaue, wenn ich ausmiste und überlege, was weg kann? Ja, manche Dinge erinnerten mich an vergangene Erlebnisse und Menschen, teilweise auch an Dinge, an die ich mich so gar nicht mehr erinnern konnte. Aber lohnt es sich wirklich, für diesen kurzen Moment des Erinnerns diesen Dingen so viel Raum zuzugestehen? Sich bei jedem Umzug darüber zu ärgern, wie viele Boxen da zusammenkommen? Mein Urteil diesmal: nö. Es reicht. Diese alten Briefe werde ich eh nicht mehr lesen, genausowenig wie die ganzen angesammelten Bücher. Diese Dekogegenstände warten seit Jahren auf ihren Einsatz, aber scheinen nie so ganz zu passen. 
Ganz wichtig war mir dabei der Gedanke der Umverteilung.

Einer von vielen ausgemisteten Bücherstapeln


 Mein Freund fällte bei vielen Dingen sehr schnell das rabiate Urteil: in den Müll damit, da kann man doch nichts mehr mit anfangen. Aber hatten wir da wirklich nur Müll angesammelt? Da wo wir zum Beispiel Plastik in unserer Küche ersetzen wollen, gibt es doch Unmengen an Menschen, die sich trotzdem noch die Kunststoff-Zitronenpresse kaufen würden. Aus diesem Grund landeten sehr sehr viele unserer Habseligkeiten nach und nach in der Give Box, wo sich hoffentlich noch der ein oder andere über Dinge freuen wird, die eben für uns ihren Wert verloren haben, aber deswegen noch lange nicht wertlos sind. Dinge, die man selbst nicht mehr gebrauchen kann, sind manchmal für andere Menschen genau das richtige – one man’s trash is another man’s treasure! Wie schon gesagt: ich habe leider nicht mitgezählt, aber in den letzten Wochen sind wir sicher schon zehn Mal mit vollbepackten Taschen zur Give Box spaziert und bisher scheint noch alles einen neuen Besitzer gefunden zu haben. Bücher und Videospiele habe ich verkauft oder verschenkt – insgesamt bestimmt zwei Umzugskartons voll. 

Der Zwischenstand auf dem Weg Richtung Minimalismus

Eins vorweg: unser Ziel ist nicht der absolute Minimalismus mit weißen Wänden und drei chicen Möbelstücken und zwei Pflanzen pro Raum. Aber wir wollen definitiv Dinge, die uns nichts mehr nützen, die nur herumliegen und an denen wir auch nicht mehr wirklich Spaß haben, aus unserer Wohnung rausschmeißen.

Küche und Küchenutensilien: da unsere Küche vermutlich nicht viel mehr als 4qm hat, mussten von Anfang an Dinge in den Wohnzimmerschrank ausgelagert werden. In unseren Küchenschränken befinden sich aber keine Vorratsleichen mehr, keine doppelten Utensilien und keine Dinge, die wir sowieso nicht benutzen. Eine größere Küche wäre trotzdem schön, da ich sehr gerne und wir sehr viel kochen. Ziele: die fünf Kochbücher gilt es noch durchzugehen und anschließend auszusortieren, ansonsten bin ich mit unserer Küche sehr zufrieden, vor allem, da wir hier auch auf Zero Waste und plastikfrei umstellen.


Wohnzimmer: Wir haben hier ein Billy-Regal mit Schranktüren sowie drei Expeditregale mit insgesamt 20 Fächern (2×8 und 1×4). Außerdem eine kleine TV-Bank mit DVDs und PS2-Spielen. Alles war voll. Ausgemistet wurden etwa 30 DVDs und Box-Sets sowie an die 80 Bücher. Zusätzlich einiges an Deko und Erinnerungsstücken. Ich würde behaupten, es sind gut sieben Fächer dabei frei geworden. Das Vierer-Regal würden wir demnächst gern loswerden, allerdings ist es bisher Teil unserer Esstischkonstruktion, also müsste ein anständiger Tisch her. Zwei Fächer hat mein Freund mit Weinflaschen in Beschlag genommen, deren Kartons bisher neben dem Bett und dem Sofa gelagert wurden (und ziemlich hässlich aussahen). Die TV-Bank ist samt DVD-Player und DVDs verschwunden, die PlayStation lagert bis zur nächsten Benutzung im Schrank. Ziele: wie gesagt, der Tisch und das kleine Regal sollen raus, da man an den Enden kaum sitzen kann (war eigentlich mein alter Schreibtisch und an den Seiten kann man seine Beine nicht drunterstellen). Ein paar Sachen, die noch verkauft werden sollen, werden noch in den leergeräumten Regalfächern zwischengelagert. Die dürfen da nicht versacken! Ein Karton mit Tickets, Souvenirs etc. von unserer USA-Reise im März wartet noch darauf, sortiert zu werden. 

Flur: Unser Flur ist wirklich nur ein schmaler Gang mit wenig Stellfläche. Wir haben eine Garderobe mit Hutablage, eine Hakenleiste sowie sechs aufklappbare Schuhfächer an der Wand, in die jeweils etwa drei Paar reinpassen. Einer davon dient noch als Plastiktütenaufbewahrung, der Rest tatsächlich für Schuhe. Ziele: Jacken ausmisten, Schuhe aussortieren und ordnen, Plastiktüten weiter reduzieren.

Badezimmer: ebenfalls winzig. Ein Waschbeckenunterschrank, ein Handtuchfach über der Toilette, ein Regalbrett unter dem Spiegel. Viel Platz für unnützes ist da also sowieso nicht, trotzdem gibt es noch einige Dinge, die aufgebraucht werden sollten, da auch AUF dem Schränkchen momentan noch einiges liegt. Allerdings haben wir auch schon viel verbraucht oder verschenkt und sind momentan noch in der Umstellung um nur noch feste Seifen und Shampoos, natürliches Deo und Zahnputztabletten. Ziele: Reste verbrauchen, Oberflächen möglichst frei räumen.

Schlafzimmer: Unser Schlafzimmer ist gleichzeitig das Arbeitszimmer und noch am wenigsten auf den Kopf gestellt worden, da mein Freund dort momentan viel arbeiten muss. Insgesamt sehr viel Chaos und sehr viel Kram untergebracht, weil eben nur ein einziger Raum dafür blieb. Zwei kleine Schubladenmodule mit Schminkkram und anderem Kleinzeug habe ich immerhin schon geleert, den Großteil entsorgt und die Schränkchen im Wohnzimmer als Sofaschränkchen weiterverwendet. Einige Kleidungsstücke sind bereits in die Altkleidersammlung gekommen. Ziele: der Schreibtisch muss ordentlicher werden, mein Schmuck ebenso und dafür darf das Regalbrett mit dem Schminkspiegel weg. Die Aufbewahrungsboxen unter und hinter dem Bett müssen noch einmal durchgesehen und minimiert werden. Der Kleiderschrank sollte ebenfalls nochmal ausgemistet werden (aber: ich möchte keinen minimalisierten capsule wardrobe) – nur noch Lieblingsstücke!

Lange Rede, kurzer Sinn: es hat sich bereits viel getan, aber es muss auch noch viel weiteres geschehen und momentan hab ich noch Spaß daran. So weit sind wir also bisher auf unserer Minimalismus-Reise – und wie sieht’s bei euch aus? 🙂


Die Geschichte vom Staubsauger und dem Repair Café

Wir leben in einer kleinen Wohnung mitten in der Innenstadt, nahe einer vielbefahrenen Straße. Zwischen Verkehr und Natur gibt es da leider ein irre hohes Staubaufkommen. Im Ernst: ich musste mich noch in keiner Wohnung über so viel Staub aufregen wie hier. Und wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt: wir sind beide Hausstauballergiker. Keine gute Mischung! Nun ging letztens unser Staubsauger kaputt (er wurde immer lauter, saugte immer weniger und fing irgendwann an, verbrannt zu riechen…) – was tun?

Die gängige Zero Waste Lösung für das Problem Staub wäre natürlich der gute alte Besen. Sowohl den als auch ein Kehrblech gäbe es außerdem aus Naturmaterialien (Edelstahl, Holz) – also schön plastikfrei und deutlich chicer als ein Staubsauger! Fände ich auch ganz super und viel hübscher, jedoch gibt es da für mich zwei Probleme: 1. ich hätte gern irgendwann auch Teppich, einfach, weil der allergikerfreundlicher ist als glatter Boden. 2. Das Fegen wirbelt unglaublich viel Staub auf und die Nachwirkungen merke ich oft für den Rest des Tages. Aus diesem Grund ist ein Staubsauger in unserem Haushalt meiner Meinung nach leider unabdingbar. Was also tun mit dem kaputten Ding?

Maßnahme Nr. 1 – Das Repair Café

Nachdem wir selber die Ursache des Defekts nicht ausfindig machen konnten, musste schnell eine Alternative her. Einfach so einen neuen Staubsauger kaufen entsprach so gar nicht meinen Prinzipien, schließlich war nicht klar, ob man unseren alten nicht wieder aus Laufen kriegen könnte. Allerdings wollten wir damit auch nicht zu einem Techniker, denn wenn der nichts hätte tun können, hätten wir das Geld dafür umsonst ausgegeben (sorry – Studenten!). Aber da Münster so eine tolle Stadt ist, besitzen wir hier auch ein Repair Café. Ganz tolles Konzept, das es auch in anderen Städten gibt: Menschen, die sich auskennen und Spaß am Herumbasteln haben kommen ehrenamtlich im Repair Café zusammen und schauen sich die verschiedensten kaputten Dinge an, um zu versuchen, sie wieder auf Vordermann zu bringen. Das können die unterschiedlichsten Gegenstände sein: ein kaputter Stuhl, ein Kleidungsstück mit einer kaputten Naht, oder eben ein herumspinnender Staubsauger. Das Ganze läuft auf Spendenbasis und ist sehr familiär. Und Reparieren ist bei kaputten Dingen natürlich die nachhaltigste Alternative: es wird nichts in den Müll geworfen (yeah, zero waste!) und es muss nichts Neues produziert werden (ressourcenschonend!). In Münster gibt es übrigens zwei Repair Cafés, eines jeden dritten Samstag im Monat und das andere öffnet monatlich  an zwei Dienstagen seine Pforten (mehr Informationen für die Münsteraner hier!). 

So machten wir uns also mit dem guten Stück mit dem Bus auf den Weg zum Repair Café, wo sich mein Freund mit einigen der Freiwilligen unseren Staubsauger ansah. Um es kurz zu machen: es dauerte nicht lange, bis die Herren einen großen Spaß daran hatten, sich anzusehen, wieviele Funken der kaputte Motor wirft, wenn die Abdeckung offen ist. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass unser Gerät nicht mehr zu retten war. Das Repair Café ist aber eine ganz tolle Sache und sollte ganz unbedingt die erste Anlaufstelle sein, bevor man ein altes Gerät aufgibt!

Maßnahme Nr. 2: die Suche nach Ersatz

Was waren also unsere Anforderungen an einen Nachfolger? Im Sinne der Müllvermeidung war es mir zunächst wichtig, einen beutellosen Staubsauger zu finden. Und: stromsparend sollte er sein! Gleichzeitig möglichst leise und gute Bewertungen haben. Ideal wäre es natürlich gewesen, so einen gebraucht zu finden. Leider fand sich diese Möglichkeit auf die Schnelle nicht, doch eine schnelle Lösung musste her. Ob wir mit mehr Zeit tatsächlich einen gebrauchten Staubsauger gefunden hätten, der unseren Anforderungen entsprochen hätte, weiß ich nicht, halte ich allerdings für unwahrscheinlich. Wir entschieden uns also zu einem Neukauf. Ob wir in der kurzen Zeit die beste Entscheidung getroffen haben? Keine Ahnung. Aber bisher bin ich mit der Entscheidung zufrieden:

Wermutstropfen: Jedes Teil einzeln verpackt…

Wir haben uns für den Philips PowerPro Ultimate entschieden, der zufällig zu dem Zeitpunkt unserer Suche bei einem großen Onlineshop für kurze Zeit um 60€ reduziert war (trotzdem nicht günstig, aber hoffentlich sein Geld wert!). Stromsparend, beutellos, leise. Trotzdem eine vergleichsweise gute Saugleistung. Leider im Vergleich zu unserem alten was die Größe betrifft ein ziemliches Monster, damit kommt man aber wohl klar. 

Wohin mit dem alten?

Natürlich gehört so ein alter Staubsauger anständig entsorgt. Zwar gibt es so etwas nicht in jeder Stadt, doch in Münster gibt es Sammelcontainer für defekte Elektrokleingeräte. Eine ziemlich sinnvolle Sache, wenn man bedenkt, wie viele Menschen kaputte Geräte einfach in den Restmüll werfen. In seine Einzelteile zerlegt passte auch unser Staubsauger in einen solchen Container und wird so hoffentlich fachmännisch recycelt. Großgeräte kann man hier übrigens kostenlos abholen lassen! Deutschlandweit gängig wäre wohl der Recyclinghof, zu dem man kaputte Geräte bringen könnte (und die es auch in Münster gibt).

Lange Rede, kurzer Sinn: eine Staub-Odyssee geht vorbei, ein alter Staubsauger hat trotz Wiederbelebungsmaßnahmen das Zeitliche gesegnet und ein nach bestem Wissen und Gewissen möglichst nachhaltiger Nachfolger wurde auserkoren. Wie handhabt ihr  so etwas? Genügen euch Besen und Kehrblech? Hättet ihr euch für einen gebrauchten entschieden, der vielleicht nicht den Anforderungen entsprochen hätte? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Repair Cafés gemacht?

Flohmarktausbeute – geht es mehr Zero Waste?

Als noch relative Neu-Münsteranerin (ein Jahr bin ich erst hier) muss ich sagen: Münster ist schon ein tolles Pflaster für Zero Waste-Sympathisanten! Nicht nur haben wir ganze zwei (!) unverpackt-Läden und einen genial großen Wochenmarkt (zwei Mal die Woche), in den Sommermonaten findet auf der wunderschönen Promenade monatlich ein riesiger Flohmarkt statt. Die Auswahl ist unglaublich groß und wir waren ohnehin noch auf der Suche nach ein paar Küchenutensilien, teils, weil sie im Arsenal noch fehlten, teils, um Plastik in unserem Haushalt zu reduzieren. So hatte ich erst diese Woche ein paar Dinge aus dem Schrank ausmisten wollen, für die mein Freund dann erst nach Ersatz verlangte, bevor ich diese weggeben dürfte… Tja, so schnell kann’s gehen!

Weniger Plastik – Das musste gehen:

Kochen tu ich zwar unglaublich gern, Backen konnte mich bisher aber noch nicht so packen. So oft brauchen wir sie also tatsächlich nicht, aber unsere beiden Rührschüsseln stammen noch aus dem alten Haushalt meines Freundes. Da ich vor allem den Kontakt von Lebensmitteln zu Plastik unterbinden möchte, fliegen die also nun raus. Ziel: Edelstahlschüsseln sollen es werden!

Die Zitronenpresse habe ich in letzter Zeit allerdings deutlich häufiger vermisst! Da ich das olle Plastikteil eigentlich gar nicht mehr verwenden wollte, habe ich die Zitronen mühsam mit der Hand ausgedrückt und ärgerte mich über Kerne überall. Auch dieses Produkt des schwedischen Möbelhauses wird nun also in der Give Box landen. Hier als Ersatz gewünscht: Edelstahl oder Glas.

Die Reibe finde ich vom Prinzip her ganz toll, aber der Auffangbehälter besteht eben auch wieder aus Kunststoff. Ideal wäre eine ähnliche Konstruktion mit Glas- oder Edelstahl-Auffangbehälter (unwahrscheinlich, dass wir sowas finden), ansonsten tut’s aber auch eine stinknormale Reibe.

Die Ausbeute – ganz im Sinne von zero waste und plastikfrei

Samstags musste ich bisher leider häufig gerade dann arbeiten, wenn Flohmarkt war. Umso größer die Freude, dass es diesmal endlich klappte!


Wie man sieht: der Besuch auf dem Flohmarkt war sehr erfolgreich! Die beiden Rührschüsseln sind aus Edelstahl und noch super in Schuss, die Zitronenpresse sah aus wie neu. Die anderen Dinge standen zwar nicht ganz oben auf der Liste, dafür aber schon lange in meinem Hinterkopf (gut, der Weinflaschenöffner eher in dem meines Freundes). So haben wir also nicht nur ein paar alten Dingen ein neues Leben geschenkt und es musste für uns nichts Neues produziert werden, wir sind dabei auch noch für deutlich weniger Geld weggekommen:

  • 2 Rührschüsseln – 5 Euro 
  • Schneebesen – 1 Euro
  • Reibe – 1 Euro 
  • Zitronenpresse –  3 Euro 
  • Teeei – 0,50 Euro 
  • Weinflaschenöffner 0,50 Euro
  • Bügelflasche – 0,50 Euro 
  • Kerzenlöscher- 1,70 Euro 

Insgesamt haben wir also 13,20 Euro auf dem Flohmarkt gelassen. Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen! Was wir nicht bekommen haben: bei einem Mehlsieb haben wir zu lange gewartet, da war’s dann schon verkauft. Messbecher und Trichter nach unseren Vorstellungen haben wir nicht gefunden – ein Grund mehr, nächsten Monat wiederzukommen! 😉

Gelungener fast Zero Waste-Tag!

Da wir sehr zentral in der Nähe des Schlosses wohnen, haben wir nicht nur den Flohmarkt um die Ecke, sondern haben es sogar geschafft, fast unseren kompletten Halb-Wocheneinkauf auf dem Markt zu machen. Mit Jutebeuteln, Rucksäcken, Gemüsenetzen und Glasdosen ausgestattet haben wir dort dann auch wirklich komplett müllfrei eingekauft – selbst Fleisch, Oliven und Fetakäse! Nur das Lachsfilet haben wir dann aus Budget-Gründen TK im Supermarkt gekauft. Ich fühl mich gut! 🙂

Wie ich es geschafft habe, mit aluminiumfreiem Deo klarzukommen

Schon lange ein Thema: aluminiumfreies Deo. Schon fast ebenso lange ein Thema: die Wirksamkeit von aluminiumfreiem Deo.


Ging euch das eigentlich auch so? Auf den Entschluss, zu einem Deo ohne Aluminium zu wechseln, folgte bei mir ganz schnell Ernüchterung – es wirkte einfach nicht. Klar, der natürlichen Schweißproduktion wird dadurch freien Lauf gelassen, das war der erste große Unterschied zu herkömmlichem Deo. Kein Aluminium mehr, dass die Schweißdrüsen außer Gefecht setzt. Leider habe ich so einen Stoffwechsel, der immer alle Maschinen in Bereitschaft hält – ich bin die, der zu warm ist, wo andere frieren. „Normales“ Deo hatte das super im Griff, aber ein aluminiumfreies? Spoiler: tatsächlich habe ich ein Mittelchen gefunden, Dank dem das mit den aluminiumfreien Deos jetzt viiiel besser läuft!

Die Odyssee: Auswahl eines aluminiumfreien Deos

Ich weiß gar nicht, mit welchem Deo ich vor langer Zeit angefangen habe. Noch fernab von der heutigen Ausprägung meines Hangs zu Müllvermeidung und Zero Waste, muss es sich wohl um ein günstiges von der DM-Hausmarke Balea gehalten haben. Eines von alverde habe ich gar nicht erst vertragen, da es auf der Haut brannte. Sicher ist: schon beim feuchtwarmen Klima morgens im Bus fing das Schwitzen an. Auch das selbstgemachte Deo aus Natron, Stärke und Kokosöl konnte nicht überzeugen. Das reichte mir damals, um ganz schnell wieder zum altbewährten Deo zurückzukehren. Zur damaligen Zeit war ich viel unterwegs und auf Reisen und hatte nicht den Kopf dazu, mich ausgiebiger damit zu beschäftigen, und konnte mir auch bei der Arbeit keine Experimente erlauben, hatte ich doch damals einen tollen Studentenjob im Sekretariat eines Forschungsinstituts. 

Vor einem Jahr bin ich für mein neues Studium dann mit meinem Liebsten nach Münster gezogen. Projekt aluminiumfreies Deo wieder in Angriff genommen, diesmal bei einem Deoroller von CD gelandet (vor allem dadurch beeinflusst, dass der Großteil aus Glas besteht statt aus Kunststoff). Überzeugt war ich wieder nicht. Zwar hielt das CD Deo länger den Geruch fern als andere aluminiumfreie Varianten, die ich vorher ausprobiert hatte (jedoch auch nicht so, wie von früher gewohnt), doch wollte ich mir dafür regelmäßig Alkohol unter die Achseln reiben? Vor allem nach dem Rasieren nicht besonders angenehm und recht aggressiv zur Haut. Eine Zeit lang habe ich das so hingenommen, dann fiel mein Blick wieder auf ein Produkt, das schon seit einiger Zeit bei uns im Schrank stand und wohl noch eines Langzeitfolgentests bedurfte.

Schon seit langem führt die Deocreme von Wolkenseifen die Bestenliste der aluminiumfreien Deos bei Utopia an. „[V]egan, ohne Palmöl, frei von Duftstoffen oder unangenehmen Inhaltsstoffen“ heißt es da. Bei einem Preis von 7,90€ für eine Dose erstmal eine gewagte Investition, zumal es die Deocremes nur online mit Versandkosten zu kaufen gibt. Puh, gut, war es uns wert. Gleich mehrere zum Austesten bestellt – ein bisschen Duft mag ich nämlich doch ganz gern. Vom Duft her bisher meine Favoriten: Be My Baby und Perfect Day. Zum Leidwesen einer Plastikabgeneigten: die Cremetiegel bestehen nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff mit einem Aludeckel. Von Zero Waste ist das weit entfernt.Allerdings verkauft der Schwesternshop Vegane Pflege wohl auch Deocremes im Glastiegel mit Holzdeckel. Die Wolkenseifen Deocremes halten aber so lange, dass ich zum Testen davon noch gar nicht gekommen bin. 

Der Selbsttest: aluminiumfreie Deocreme von Wolkenseifen

Oft hört man ja, dass der Körper eine Weile braucht, um sich an neue Pflegeprodukte wie Deos zu gewöhnen. Daher wollte ich mich noch einmal mit etwas mehr Geduld an die Sache wagen. Blöd: in der Fahrradstadt Münster kam ich durch das Radeln schon vor der ersten Vorlesung ins Schwitzen. Auch blöd: einmal die Woche ging ich letztes Semester zum Rock’n’Roll und da war mir das Risiko doch zu hoch – meinem eigenen und dem Wohlbefinden meines Tanzpartners zuliebe wurde also jede Woche ein Mal zum Aluminium Deo gegriffen. Zum Semesterende sollte der Test aber radikaler durchgezogen werden. Wochenlang cremte ich also, was das Zeug hält – oft mehrmals täglich, da die schnelle Geruchsbildung bei der Arbeit alles andere als erwünscht war. Zwischendurch hatte ich sogar den Eindruck, dass es mit der Zeit tatsächlich besser wurde. Doch spätestens, als ich einen Ferienkurs in den Sommerferien geleitet habe und täglich stundenlang von anstrengenden Kindern umringt war, versagte die Wirkung wieder. Sollte ich denn für immer und ewig dazu verdammt sein, mehrmals täglich duschen zu müssen? Mein Freund übrigens – der momentan allerdings auch nur am Schreibtisch sitzt und sich stundenlang keinen Millimeter bewegt, da Klausurphase ist – kommt mit dem Wolkenseifen-Deo nach kurzer Umstellungszeit super zurecht. Wie ungerecht die Welt doch manchmal ist!

Mein Wundermittel: die Achselmaske

Äh, bitte was? Achselmaske?! Ja, diesen bezaubernden Namen habe ich ihr gegeben. Tatsächlich bin ich irgendwo im Internet auf so etwas gestoßen, kann die Seite aber nicht mehr finden. Eine ganz einfache Mischung aus zwei Zutaten soll helfen, die Achselflora (hach, noch so ein fantastisches Wort!) wieder mehr ins Gleichgewicht zu bringen, so dass schlechte Gerüche kaum noch entstehen können. Hier noch ein Spoiler: seit der Anwendung kann ich morgens nach dem Duschen die Deocreme anwenden, arbeiten gehen, durch Münster radeln und habe abends nicht das Gefühl, neben meinem Freund bloß nicht den Arm heben zu wollen. Juhu! 

Also, wie funktioniert’s? Man benötigt dafür nichts außer Heilerde und Apfelessig. Aus Zeiten vor unserer Plastikvermeidung hatte ich noch Heilerdepaste da, besser ginge es vermutlich mit der trockenen Variante, die noch dazu nur in Papier verpackt ist, da man diese dann gleich mit Apfelessig anrühren kann. Ich musste die Paste so ein wenig verdünnen und nach dem Auftragen unter den Achseln leider ein wenig länger ausharren. 

Damit das Ganze anständig trocknen kann, sollte man natürlich eine ganze Weile lang die Arme nicht anlegen – jemand Lust auf Ententanz? So seine zehn bis fünfzehn Minuten dauert der Spaß schon. Unterhaltung für den Partner inklusive! Danach einfach unter die Dusche und sich anschließend des Lebens freuen. 

Zum 48h-Schutz durch aluminiumfreies Deo langt es dadurch nicht (das Versprechen halten aber auch die meisten herkömmlichen Deos nicht, oder?). Die 24 Stunden sind nun aber locker drin – trotz (zumindest manchmal) sommerlicher Temperaturen! Es steht nun kein „Notfall-Deo“ mehr im Schrank und unsere Deocremes erfreuen sich täglicher Benutzung. 

Wie hat für euch die Umstellung auf aluminiumfreies Deo funktioniert? Klappt es bei euch auch so oder hat die sagenumwobene Achselmaske euch vielleicht helfen können?